Kategorie: Seidenstrasse 2009 geschrieben am: 10.01.2010 - 10:13
Fotostrecke mit 19 Bildern..

Indonesien dampft. In der Regenzeit bilden sich am Vormittag kleine Wattebäusche am Horizont, die sich im Laufe des Tages zu gewaltigen grau-weissen Wolkenbergen auftürmen und dann am späten Nachmittag all ihre Feuchtigkeit in heftigen Regengüssen entladen. Feuchte Luftschwaden bleiben zwischen den Hügeln hängen und die Luft kommt zum Stillstand. Ob Regen oder nicht, die Temperatur bleibt konstant bei heiss. Schweiss bedeckt unsere Körper wie ein Klebefilm oder läuft kitzelnd in kleinen Rinnsälen denselben hinunter. Dagegen hilft nichts ausser absolute Bewegungslosigkeit. Das fällt uns nicht schwer und so bewegen wir uns nur, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten anzusehen und selbst dann nur im gemässigten Tempo.

Es dampft weiter. Rauchende Vulkane reihen sich auf dem gesamten Archipel wie an einer Perlenkette aneinander. Am frühen Morgen ragen die fast perfekten Kegelstümpfe aus dem Dunst heraus und verschnörkelte Rauchsäulen steigen langsam nach oben. Einige kann man besteigen und vom Rand auf bizarr gefärbte Kraterseen hinabblicken oder dabei zusehen, wie brodelnde Dampfwolken aus Lavaspalten hinaustreten. Ein überdimensionierter Schnellkochtopf – wie der Bromo, einer von mehreren Kratern in einem riesigen Kraterplateau, den wir erklimmen wollen.
Zum Sonnenaufgang, bevor die Wolken alles in Grau hüllen, fahren wir zum höchsten Punkt des Kraterrandes, um den bullernden Bromo und seine stillen Kumpels zu bestaunen. Ein spektakuläres Farbenspiel findet am Himmel statt – wie in einem Gemälde fliessen Orange, Rot, Violett, Gelb und Anthrazit in Kreisen und Streifen ineinander und lassen immer wieder neue Bilder entstehen.
Noch im Farbenrausch fahren wir hinunter auf das Kraterplateau und laufen über grau-weisse Asche zum Kegelstumpf des Bromos, aus dem unermüdlich eine dicke weisse Wolke hinausströmt. Selbst beim Blick auf die erstarrten Lavaspalten kann man sich nur schwer vorstellen, welche Naturgewalten hier plötzlich wirken können. Und auf einmal fühlen wir uns ganz klein.

Mit dem Bus geht es weiter nach Bali, vorbei an endlosen Reisfeldern und durch wolkenverhangene Urwälder. Ein Wolkenbruch lässt Dörfer und Felder vor unseren Augen verschwimmen und Regen prasselt auf unseren Bus nieder, bis wir die Fähre erreicht haben, die uns auf die weltberühmte Urlaubsinsel  bringt. Wir werfen einen kurzen Blick auf weisse Strände und kleine Strandcafés, denn vorerst sind wir nur auf der Durchreise – Bali wird unsere Indonesienreise abschliessen. Uns zieht es weiter auf die Gili Inseln, drei winzig kleine Inseln, auf denen man nichts weiter machen kann, als alle Viere von sich strecken und Urlaub vom Urlaub machen. Auf der Überfahrt halten wir Ausschau nach Delphinen, doch an ihrer Stelle springen vor uns plötzlich Schwärme kleiner Fische aus dem Wasser, fliegen mit einer comicartigen Flossenbewegung ein paar Meter über die Wasseroberfläche und tauchen dann wieder ab. Fliegende Fische – es gibt sie wirklich!
Gili Air ist die auserwählte Insel für unsere Robinson Crusoe Erfahrung und ist in gut einer Stunde umlaufen. Die Zeit steht hier still und zwar nicht nur für die Besucher. Wir schlafen, lesen, träumen vor uns hin, lassen uns treiben oder gehen ab und zu mal schnorcheln, um uns inmitten von Korallen, Fischschwärmen und Schildkröten in einem gut bestückten Wohnzimmeraquarium zu wähnen. Abends gibt es riesige frische Fische vom Grill – Baracuda, Snapper, Einhornfische - oder Tintenfische und Riesengarnelen. Dazu einen Wassermelonensaft oder ein kaltes Bier und der Tag ist perfekt. Mit dem Rauschen des nächtlichen Regens, der auf unser dichtes Palmenblätterdach fällt, schlummern wir friedlich ein. Und was machen wir morgen? - Na, nichts!

Kommentare:

Steffi und Carsten 23.01.2010 - 14:58
to Assya and Ben:
Hallo, thanks for your coments, we are happy to hear from you!! We would love to stay in contact but don't have any adress from you. Please send us an e-mail to post@berlin-export.com. S+C
Assya and Ben 23.01.2010 - 10:43
Hi guys ! We met in Chaung Tha beach, Myanmar.
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We hope you're having a good time. Sorry for taking so long to get back to you, life's been quite busy... Anymway, we wanted to wish you a very happy new year, wherever you are now !
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All the best, take care !

Assya and Ben
Steffen 10.01.2010 - 15:10
... ganz nach meinem Geschmack! Perfekter Geburtstag oder? Alles gute auch noch von mir und Marlen!

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