Heute in zwei Wochen sitzen wir im Zug nach Budapest!!
Gerade kann man sich nicht vorstellen, dass es wirklich in zwei Wochen losgeht. Die Vorbereitungen zur Reise nahmen (und nehmen) soviel Zeit in Anspruch, dass man eher das Gefühl hat, es geht immer so weiter. Ständig fallen uns neue Sachen ein, die wir noch erledigen müssen. Aber wir machen Fortschritte: Die Visa für Syrien, Iran und Usbekistan kleben inzwischen fein säuberlich in unseren Pässen. Jetzt fehlt uns nur noch das Transitvisum für Turkmenistan, welches wir dann wahrscheinlich auf den letzten Drücker erhalten. Ich bin vollgepumpt mit Antikörpern gegen alle erdenklichen Krankheiten und muss noch ein letztes (dann zehntes) mal ins Tropeninstitut. Schade, dass man sich nicht gegen schlechte Gerüche impfen lassen kann.
Das erste Zugticket haben wir gegen den Verkauf einiger privaten Daten bei Herrn Mehdorn erworben – natürlich ist es ein Dauer-Spezial-Angebot! Wir werden diesmal also wirklich nicht in den Urlaub fliegen, sondern einfach mit dem Zug vom Hauptbahnhof losfahren. So, als würden wir nach Magdeburg fahren.
Unsere Wohnung wird ein irische Päarchen übernehmen, die sich hoffentlich über die Restbestände unserer Partyalkoholika freuen. Reiseversicherungen sind gekauft, andere Versicherungen gekündigt oder auf Eis gelegt. Es ist unglaublich, was man in seinem Alltag so alles an Verträgen und Verpflichtungen hat, ohne dass man wirklich viel davon wahrnimmt. Ich weiß nicht mehr, wieviele Briefe und e-mails wir an Behörden und andere Stellen geschrieben haben, es waren viele und oft war es auch ein kleiner Briefkampf.
Dann war da noch der wunderbare Fotomarathon: Im Hinblick auf unsere baldige Abreise haben wir Freunde eingeladen, mit denen wir Fotos zum Thema „Fünf Gründe, weshalb wir Berlin verlassen sollten – Fünf Gründe, weshalb wir wieder zurückkommen sollten“ machten. Die große Herausforderung bestand darin, die Reihenfolge der jeweiligen Unterthemen einzuhalten, trotz des grauen Februars auch ein paar freundliche Motive zu finden und nach drei vollen Stunden im eisigen Berlin seine Finger beim Zubereiten des Hackfleischs für die leckeren Hamburger wieder aufzutauen. Das Ergebnis seht ihr rechts. Wir werden dieses Stück deutsches Kulturgut mit auf unsere Reise nehmen und verbreiten.
Mit der Lektüre von Reiseführern haben wir erst einmal aufgehört. Nach dem Buch von Ted Rall „Silk Road to Ruin“ wissen wir jetzt, dass es die Hölle werden kann, während das „Geo-Spezial Seidenstrasse“ das Paradies auf Erden verspricht. Wir sind auf alles vorbereitet – und….
….es kann dann bitte endlich mal losgehen!
